Mehr als nur ein Wahlkreis

Königsborn Süd-West – ein Gebiet etwa zwischen Parkstraße im Süden, Platanenallee im Osten, Hubert-Biernat- und Schützenstraße im Norden und Vaersthausener Straße im Westen – ist der Wahlkreis, für den ich als Direktkandidat antrete.

Seit mehr als sieben Jahren wohne ich mitten in dieser Nachbarschaft und bin hier zu Hause. In dieser Zeit habe ich Königsborn als einen Stadtteil mit eigener Seele kennen- und lieben gelernt. Deshalb ist mein Wahlkreis für mich mehr als nur ein Verwaltungsbezirk auf dem Wahlzettel:

Königsborn ist …

… vielfältig

Mehr als andere Stadtteile ist Königsborn ein Ort der Vielfalt. Zechensiedlungen, Hochhäuser, Gründerzeitvillen, Doppelhäuser und Gemeinschafts-Wohnanlagen – die Häuser, an denen man bei einem Rundgang um den Kurpark vorbeiläuft, sind nur ein äußeres Zeichen der Vielfalt ihrer Bewohner. In Königsborn begegne ich Singles und Familien, Schüler*innen und Renter*innen, Menschen mit und ohne Glauben, Selbständigen, Arbeitern, Angestellten und Menschen ohne Erwerbstätigkeit, gebürtigen und Wahl-Königsbornern. Sie alle bilden eine bunte Mischung, die unseren Stadtteil zu einer „Stadt in der Stadt“ macht und ihm eine ganz eigene Identität verleiht.

Mein Ziel ist es, dass diese Identität – Königsborner*in zu sein – in Zukunft weiter wächst und wir in diesem Bewusstsein zu einem Mehr an Gemeinschaft kommen. Die Corona-Krise hat neben allen Einschränkungen und allem Leid wundervolle Beispiele des nachbarschaftlichen Miteinanders auch über soziale Grenzen hinweg gezeigt. Für die Zukunft hoffe ich, dass dieses Gemeinschaftsgefühl durch Institutionen und Veranstaltungen weiter gestärkt wird. Dazu muss die Stadtverwaltung ein Stück der Aufmerksamkeit, die sie der Innenstadt schenkt, auch nach Königsborn lenken. Warum sollen die großen städtischen Veranstaltungen immer nur auf dem Markt und in der Bahnhofstraße stattfinden? Auch der politische Einfluss der Menschen vor Ort muss weiter wachsen, indem eine Kultur der aktiven Bürgerbeteiligung geschaffen wird. Nur so können unterschiedliche Standpunkte berücksichtigt werden. Jetzt als Kandidat und auch nach dem Wahltag bin ich bei Fragen, Sorgen und Problemen für jedermann (m/w/d) ansprechbar.

… leistungsstark

Das Rückgrat unserer Wirtschaft sind die kleinen und mittleren Unternehmen und Freiberufler*innen vor Ort. Der Königsborner Süd-Westen zeigt die ganze Bandbreite wirtschaftlicher Vielfalt unserer Stadt: ein Traditionsunternehmen des Stahlbaus, das bald sein 100. Firmenjubiläum feiern kann; ein Gartenzentrum, das weit über die Grenzen Unnas hinaus bekannt ist; ein innovativer und schnell wachsender Softwareentwickler für Verwaltungsanwendungen; Friseure; Arztpraxen; neuerdings auch ein viel besuchtes Eislädchen – die Liste ließe sich beliebig erweitern. Alle diese Unternehmen haben gemeinsam, dass sie am Wohlstand unserer Stadt mitarbeiten und den Menschen vor Ort Arbeit geben.

Mein Ziel ist es, dass Königsborn als Wirtschaftsstandort weiter entwickelt und ausgebaut wird. Eine Stärkung der vielfältigen, in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelten Unternehmen macht uns weniger anfällig für Krisen und Probleme einzelner Branchen. Wir brauchen eine sichtbare Wirtschaftsförderung, die kleine und mittlere Unternehmen stärkt und auch die B- und C-Lagen abseits der Fußgängerzone stärker in den Blick nimmt (siehe auch meine Themen für die Ratsarbeit).

… sozial

Entlang der Friedrich-Ebert-Straße liegt eine Vielzahl von Einrichtungen, in denen Menschen für Menschen da sind. Das Lebenszentrum Königsborn hat sich aus kleinen Wurzeln, die bis in das Jahr 1880 zurückreichen, zu einem bedeutenden Zentrum für die Versorgung benachteiligter Menschen entwickelt und setzt sein erfolgreiches Wachstum weiter fort. Das Haus am Kurpark gibt 80 älteren Menschen die Möglichkeit, in Wohnungen am grünen Herz des Stadtteils selbstbestimmt zu leben, ohne auf professionelle Betreuung verzichten zu müssen. Kitas legen wichtige Grundsteine der Persönlichkeitsentwicklung und ermuntern die Kleinsten dazu, spielerisch ihre Umwelt zu entdecken.

Mein Ziel ist es, die sozialen Einrichtungen in Königsborn in ihrem Handeln zu unterstützen. Den Menschen, die ihre Kraft in den Dienst anderer Menschen stellen, gebührt alle Anerkennung – nicht nur in der Krise! Die Stadt muss fortlaufend prüfen, wo Unterstützungsbedarf besteht. Dem Lebenszentrum Königsborn muss ermöglicht werden, sich in der Nähe seiner Wurzeln weiter zu entwickeln. Die Friedrich-Ebert-Straße ist eine Lebensader in unserem Stadtteil, muss aber besser angepasst werden an die Bedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Menschen, die zu Fuß, mit dem Rad, Rollator oder im Rollstuhl unterwegs sind.

… bereichernd

Kultur und Bildung sind das Fundament unserer Zukunft. Rund um den Kurpark gruppieren sich die Institutionen, die dieses Fundament legen, von der Schule am Friedrichsborn über das Förderzentrum Unna, die Jugendkunstschule und Circus Travados bis hin zum „Bildungscampus“ an Parkstraße und Platanenallee.

Mein Ziel ist es, die Bildungs- und Kultureinrichtungen vor Ort zu stärken und um weitere Angebote zu ergänzen. Der Kurpark wird als Stätte für Konzerte, Aufführungen und Veranstaltungen zu wenig genutzt, auch weil es an der Infrastruktur fehlt. Hierfür muss die Stadt die Voraussetzungen schaffen. Den Trend zur Zentralisierung von Bildungseinrichtungen sehe ich kritisch, weil er Schulwege verlängert und die soziale Bindung in zu großen Einheiten schnell abnimmt.

… grün

Der Kurpark ist das grüne Juwel im Herzen des historischen Bad Königsborn und für viele Menschen in Unna ein wichtiger Ort der Erholung und des Sports. Leider bekommt er von der Stadt nicht die Wertschätzung, die er verdient. Die gärtnerische Pflege der Grünanlagen beschränkt sich auf ein Minimum. Wilde Abfallentsorgung, zerbrochene Glasflaschen, Schmierereien und Vandalismus sind an der Tagesordnung. Wiederholte Fälle von Brandstiftung und auch Gewaltdelikte machen den Kurpark für manche zu einem „Angstraum“. Auto- und Fluglärm stehen im Widerspruch zur offiziellen Ausweisung als ruhiges Gebiet. Bauvorhaben an den Rändern des Kurparks beseitigen und versiegeln Stück um Stück mehr Grünflächen.

Mein Ziel ist es, dass der Kurpark als bedeutender Naherholungsraum für alle Einwohner*innen unserer Stadt erhalten und entwickelt wird. Die Stadt muss die Sicherheit aller Kurparknutzer*innen garantieren und die Parkanlagen effektiv vor Vandalismus schützen. Stimmungsvolle Beleuchtung, ausreichend Bänke sowie Spiel- und Sportgelegenheiten sind die Voraussetzungen dafür, dass wir uns im Kurpark gerne aufhalten. Ein Verbot von Glasflaschen ist erforderlich, um Kinder und Tiere vor Verletzungen zu schützen. Verkehrslärm muss effektiv bekämpft werden. Die gärtnerische Gestaltung des Kurparks ist unter Beachtung des Natur- und Umweltschutzes zu verbessern. Weitere Flächenversiegelungen und Bauvorhaben in diesem zentralen Grünbereich darf es nicht geben.