Meine Themen

Haushalt und Wirtschaft

Als Jurist mit Wirtschafts- und Verwaltungserfahrung möchte ich meine Kompetenzen im Stadtrat besonders in den Bereichen Haushalt und wirtschaftliche Betätigung einbringen. Unnas Finanzen sind besser als ihr Ruf und der Konsolidierungskurs der letzten Jahre hat beachtliche Erfolge erzielt. Corona-bereinigt soll der Haushaltsausgleich erreicht werden. Mehrere Millionen Euro Fördergelder sind bereits verbindlich für Infrastrukturprojekte bereitgestellt.

Die Corona-Krise stellt uns vor enorme Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. Die Stadt ist kein Wirtschaftsunternehmen, das sich einen rigiden Sparkurs verordnen müsste, um eine Insolvenz abzuwenden. Im Gegenteil: Wenn wir wollen, dass unsere angeschlagene Wirtschaft zügig wieder in Schwung kommt, müssen die Impulse dafür von der öffentlichen Hand ausgehen. Radikale Ausgabenkürzungen sind deshalb nicht das Gebot der Stunde.

Bei der Förderung von Unnas Wirtschaft müssen gezielt Schwerpunkte gesetzt werden. Eine Stärkung der vielfältigen, in der örtlichen Gemeinschaft verwurzelten Unternehmen macht die Stadt weniger anfällig für Krisen und Probleme einzelner Branchen. Wir brauchen eine sichtbare Wirtschaftsförderung, die kleine und mittlere Unternehmen stärkt und auch die B- und C-Lagen abseits der Fußgängerzone in den Blick nimmt. Das Stadtmarketing bedarf eines Innovationsschubes, um Unnas Attraktivität für unterschiedliche Interessengruppen zeitgemäß kommunizieren zu können. Städtische Investitionen dürfen sich nicht auf den Baubereich beschränken, sondern müssen auch die Digitalisierung der Verwaltung und die Verkehrswende beherzt angehen.

Städtebau — soziales Wohnen — Denkmalschutz

Städtebau, soziales Wohnen und der Schutz unseres baukulturellen Erbes liegen mir besonders am Herzen. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp – ein Problem, das durch Kurzarbeit und Arbeitsplatzverlust in der Corona-Krise weiter verschärft wird. Hier muss die Stadt einspringen und mit einer aktiven Baulandpolitik gegensteuern. Bei großen Neubauvorhaben muss geförderter Wohnungsbau konsequent mit gedacht werden. Eine Quote von 25% Sozialwohnungen bloß auf dem Papier stehen zu haben, hilft niemandem.

Bei der Schaffung von neuem Wohnraum dürfen sich aber die städtebaulichen Fehler der 1960er und 1970er Jahre nicht wiederholen: Der Abriss der südöstlichen Innenstadt im Rahmen der sogenannten „Stadtsanierung“, die Vollendung des autoprivilegierten Verkehrsrings und der Bau architektonisch und sozial monotoner Wohnblocks in Königsborn Süd-Ost sind Ausdruck einer technokratischen Planungskonzeption, die menschliche Bedürfnisse einem blinden Funktionalismus untergeordnet hat. Leider lernt die Stadt aus diesen Fehlern nur sehr zögerlich.

Eine gesunde Stadt bedarf der Rückbesinnung auf traditionelle Stadtbaukunst: Planung mit Augenmaß, die Baukultur in grüne Freiräume einbettet und Orte der Begegnung schafft. Urbanes Leben sollte Wohnen, Arbeit, Freizeit und Einkauf vereinen, ohne dass Menschen auf das Auto angewiesen sein müssen. Unna muss ein attraktiver Ort für alle Einwohner (m/w/d) sein, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht.